Themen

Rückblick auf den Lehrgang „Ignatianische Exerzitien und geistliche Begleitung“

Den Ausschlag für diese Weiterbildung gab die Sehnsucht nach einer Form der Spiritualität, die mich trägt, herausfordert und meinen Alltag prägen kann. Als reformierte Pfarrerin war ich zwar gut verwurzelt in meiner Kirche, doch stellte ich mir immer wieder dieselben Fragen nach der Relevanz meines Glaubens und der Ernsthaftigkeit meiner Gottesbeziehung.

Wir laden Sie ein, den Herbst in seiner Vielfalt zu erfahren, sich in Stille fallen zu lassen - loszulassen von den alltäglichen Beanspruchungen. Das Lassalle-Haus strahlt in den Herbstmonaten einen ganz besonderen Charme aus. Erleben Sie die ersten Nebelfelder über den Zugersee, die warmen Farben in Wald und Park, die einladende Stille im Haus. Herzlich willkommen!

Pater Dr. Wilfried Dettling SJ übernimmt ab 1. September 2020 die Bildungsleitung des Lassalle-Hauses. Seit Anfang des Jahres ist er unter anderem als Kursleiter für Exerzitien und Kontemplation tätig. Vorher hat Wilfried Dettling das Exerzitienhauses der Jesuiten in Dresden HohenEichen geleitet.    

Valerio Ciriello SJ ist ab dem 1. September 2020 im Lassalle-Haus tätig. Neben seiner Tätigkeit als Hochschulseelsorger in Luzern wird er im Teilzeitpensum für das Lassalle-Institut tätig sein und zwar für den neuen Bereich «Future Generations and Ecological Transition». Im Sommer 2020 hat Valerio Ciriello sein Studium in Philosophie und Theologie in Paris abgeschlossen. Vor seinem Eintritt in den Jesuitenorden war er für mehrere Jahre bei der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht FINMA tätig.

Was haben die Corona-Pandemie und der interreligiöse Dialog miteinander zu tun? Eine ganze Menge, finden der Weltkirchenrat und der Päpstliche Rat für interreligiösen Dialog und legen ein gemeinsames Dokument vor mit dem Titel "Im Dienste einer verwundeten Welt".

Vom Basel Tattoo in den Jesuitenorden

Mathias Werfeli, 1977, ist Ordensmann der Jesuiten und studiert als Scholastiker Theologie und Philosophie in Paris. Er macht zurzeit ein Sommerpraktikum für zwei Monate im Lassalle-Haus.

Impuls von Reto Bühler

Die Aussage von Martin Buber regt zum Nachdenken an. Sie spricht in die Zeit des Social-Distancing, wo Abstände staatlich vorgeschrieben und Begegnungen teils untersagt wurden. Die einen fühlen sich eingeschränkt, andere entdecken neue Freiheiten. Aktuell zeigt sich, dass wir Menschen soziale Wesen sind und nicht für die Isolation geschaffen. Viele haben die soziale Auszeit aber auch als angenehm erlebt. Für das Alltägliche und Selbstverständliche gibt es plötzlich ein neues Bewusstsein. Beziehungen wurden nach dem Lockdown teils ganz unterschiedlich auf die Probe gestellt. Abhängigkeiten, Synergien, Strukturen und allgemeines Verhalten in Beziehungen wurden sichtbar.

Lehrgang Spirituelle Theologie im interreligiösen Prozess

Beatrice Fischli hat im Sommer 2020 den Universitätslehrgang „Spirituelle Theologie im interreligiösen Prozess“ mit dem Master abgeschlossen. Die Reiseleiterin hat viele Jahre im Ausland gelebt und gearbeitet und ist so in Kontakt mit verschiedenen Religionen gekommen. Um diese Kenntnisse zu vertiefen und ein besseres Verständnis dafür zu bekommen, hat sie sich für diese Weiterbildung entschieden.

 

Impuls von Pascal Meyer SJ

Viele Menschen sehnen sich nach der mehrmonatigen Quarantänezeit nach der «alten Normalität». Dieser Wunsch nach Ordnung ist wohl ein menschliches Bedürfnis. Aber wie war das genau mit der «Normalität»?

Ein Gespräch mit Niklaus Brantschen

«Wie kann ich das Neue, Junge, Frische, Hoffnungsvolle in mir als altem Mann pflegen, so dass es ansteckend wird? Ich bin alt, unsere Gesellschaft wird immer älter. Und doch, es ist etwas in uns, dass älter ist als alle Zeit und jünger als der Tag.», sagt Niklaus Brantschen im Interview.

Gedanken zum Wandel nach Corona von Kursleiter Lorenz Ruckstuhl

Der Lockdown und die damit verbundene Entschleunigung haben meiner Seele und meinem Körper gut getan: Alle Weiterbildungen, Inputs und auch der Auszeit-Kurs im Mai wurden abgesagt und ich hatte damit zwar weniger Geld, dafür meine eigene Auszeit. Zeit, die ich vor allem in der nahen Natur verbracht habe. Dabei wurde mir einmal mehr bewusst, was für ein Glück ich, wir, hier in der Schweiz haben. So viel Sicherheit, Reichtum, intakte Natur … und persönlich dazu ein Umfeld mit betagten Eltern, das bisher vor Corona verschont geblieben ist.

«Dass ich mich in die Arbeit flüchtete, mich verausgabte, mich nicht mehr entfalten konnte und im «Funktionsmodus» unterwegs war, bemerkte ich zu einem gewissen Grad schon länger. Die hohe Sinnhaftigkeit meiner Arbeit im Spital liess mich jedoch ausharren. Dass ich mich dabei zunehmend selbst verlor, war mir nicht bewusst. Mein Leben wurde kleiner und enger, für Wünsche und Sehnsüchte war kaum noch Platz.»

 

Andreas Grütter nahm sich im Sommer 2019 eine Auszeit – neun Tage, die auch nach einem Jahr immer noch nachwirken und sein (Arbeits-)Leben positiv verändert haben.

Exerzitien im Lassalle-Haus

Im Rahmen des Weiterbildungsprogramms für reformierte Pfarrer*innen habe ich mich für Exerzitien im Lassalle Haus angemeldet. Exerzitien habe ich noch nie gemacht. Deshalb weiss ich auch nicht genau, was auf mich zukommen wird. Mit dem Einladungsschreiben erhalte ich erste Informationen. Ein Tagebuch, eine Bibel und wetterfeste Kleidung soll ich einpacken. Zudem wird empfohlen, das Natel während der Exerzitien komplett abzustellen und keine Literatur mitzunehmen.

Im Sommer vom 12. –27. Juli 2020 laden wir zum Ango ein. Das Ango ist die Einübung intensiven Zazens über eine längere Periode. Eine wunderbare Gelegenheit nach der langen Zeit des Alleinseins wieder gemeinsam zu sitzen! Angeleitet wird das Ango von Zen-Lehrer Marcel Steiner und Ursula Popp, die für die Assistenz verantwortlich ist.

Die langersehnte Öffnung des Lassalle-Hauses steht bevor und wir freuen uns, Ihnen hier einen Überblick über verschobene und neue Angebote im Sommer 2020 zu präsentieren. Diese Seite wird laufend ergänzt, es lohnt sich, regelmässig vorbeizuschauen.

Ausstellung des Künstlers Jörg Niederberger

Der Künstler und Kursleiter Jörg Niederberger stellt sein Werk im Lassalle-Haus aus. Die Ausstellung mit dem Titel «unvergangen | aus der Zeit» und nimmt Bezug zu Texten von Meister Eckhart. Die Bilder sind vom 1. März bis 9. Oktober 2020 im Lassalle-Haus zu sehen.

 

Was haben wir in diesen Wochen erlebt? Und wo liegt jetzt das Gute, das es zu erringen gälte in unserem Leben und in unserer Gesellschaft? Ein Impuls von Tobias Karcher SJ.

Papst Franziskus lädt am 14.5.2020 zum gemeinsamen Gebet der Weltreligionen ein

Ein Gespräch mit Wilfried Dettling SJ, Bildungsleiter im Lassalle-Haus.

Exerzitien in der heiligen Stadt

Jerusalem ist aufgrund der Corona-Auszeit im Ausnahmezustand der Stille. Die heilige Stadt legt eine Pilgerauszeit ein. Ein Erfahrungsbericht von Elisabeth Maier.