Frieden lieben - Krieg hassen - worum geht's?

Zen und Achtsamkeit

Oft betrachten wir Hass und Gewalt als unsere Feinde, als Hindernis für die Erfahrung von Frieden. Auf seinem Weg als Zen-buddhistischer Mönch hat Claude AnShin Thomas erfahren, dass Hass und Gewalt wertvolle Freunde sind. "Ich muss sie nicht überwinden, sondern muss sie in mir erkennen. Wenn sie unerkannt bleiben, dann kontrollieren sie mein Leben. Hass wird dann wie zu einer dunklen Wolke, die eine tiefere, umadressierte Quelle des Leidens verbirgt. Hass ist kein Problem, sondern vielmehr ein natürliches menschliches Gefühl, das wir in seinen nicht-zerstörerischen Ausdrucksformen benötigen. Lass uns anhalten und dieses Thema mit der Unterstützung eines Lebens erkunden, das auf Meditation gegründet ist."

Biographie:
Claude AnShin Thomas ist Zen-buddhistischer Wander- und Bettelmönch, internationaler Friedensaktivist, Buchautor und Lehrer in den Vereinigten Staaten von Amerika, Süd-Amerika, Europa und Asien. Er ist auch Gründer der Zaltho Foundation, Inc., einer gemeinnützigen Organisation, welche Gewaltlosigkeit und Wandel unterstützt und einen Vereinsableger in Deutschland hat, den Zaltho Sangha e.V.
Claude AnShin wurde 1947 in den USA geboren. Als 18-Jähriger meldete er sich freiwillig zum Einsatz im Vietnamkrieg, wo er von 1966-67 als Mannschaftsleiter eines Kampfhubschraubers diente. Er wurde dort schwer verwundet. Heute erklärt er, während seines Einsatzes in Vietnam für den Tod von vielen Menschen verantwortlich geworden zu sein.
Nach seiner Rückkehr in die USA war er – wie viele Kriegsveteranen – nicht in der Lage, in die Gesellschaft zurückzufinden. Für viele Jahre kämpfte er mit den „wirklichen Kosten des Krieges“: post-traumatischem Stress, Drogensucht, Isolation, Obdachlosigkeit und lähmender Verzweiflung.Er teilt seine inspirierende, spirituelle Odyssee von den Erfahrungen des Krieges hin zur Entdeckung des buddhistischen Weges zu Heilung und Wandlung.
Claude AnShins mächtige Geschichte kann anderen Menschen als eine Landkarte dienen, die sich in zyklischen Verhaltensmustern gefangen fühlen mögen, welche eine Tatsache der Trauma-Erfahrungen sind.

Inhalt

Mit Hilfe von Zen-buddhistischer Meditation, Achtsamkeitspraxis, Stille und Schweigen, Gesprächen, Vortrag, Impulsen und Begleitgesprächen werden wir üben, den Blick nach Innen zu richten und erleben, dass eine engagierte spirituelle Praxis uns in unserem Alltag stärken und ermutigen kann.

Zielgruppe

Jeder ist eingeladen: Angehörige aller Religionen, Gnostiker oder Atheisten. Ausser einem tiefen Interesse sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Es wird bei allen Übungen einführende Worte geben. Arbeitsmeditation und Schweigezeit sind Teil des Seminars.

Voraussetzungen

Empfohlene Lektüre: «Am Tor zur Hölle – Der Weg eines Soldaten zum Zen Mönch» Übersetzt von
Andrea Krug mit Wiebke KenShin Andersen, (Theseus Verlag 2003/2008)

Bitte nehmen Sie bequeme Kleidung für die Sitzmeditation und warme, wasserfeste Kleider für eventuelle Gartenarbeiten mit.

Tagesablauf

07.00 Morgenmeditation
08.15 Frühstück (Essmeditation)
09.00 Arbeitsmeditation/Sitzmeditation
12.00 Mittagessen (Essmeditation)
14:00 Kleingruppenarbeit/Gehmeditation
16.00 Dharma Vortrag/Fragen und Erwiderungen
18.00 Abendessen (Essmeditation)
19.30 Abendmeditation

Der Kurs wird in englischer Sprache mit deutscher Übersetzung durchgeführt.

Claude AnShins Leben und Arbeit wird durch freiwillige Spenden getragen – er und seine Assistenz erhalten kein Honorar.

Kurskosten:
CHF 200 (Reisekostenanteil für Kursleiter) plus Kollekte (Spende für Kursleiter)

Hinweis:
Am Freitag, 28. April 2017 um 19:30 Uhr findet zusätzlich zum Kurs ein öffentlicher Vortrag mit Claude AnShin Thomas statt.

Kurstitel:
Frieden lieben - Krieg hassen - worum geht's?
Kursnummer:
2017/R9
Kurskosten:
siehe Kursbeschreibung
Datum von/bis:
28. April bis 02. Mai 2017
 
Fr 18:30–Di 13:00
Kursleitung:
Druckversion


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