Themen

Vom Basel Tattoo in den Jesuitenorden

Mathias Werfeli, 1977, ist Ordensmann der Jesuiten und studiert als Scholastiker Theologie und Philosophie in Paris. Er macht zurzeit ein Sommerpraktikum für zwei Monate im Lassalle-Haus.

Impuls von Reto Bühler

Die Aussage von Martin Buber regt zum Nachdenken an. Sie spricht in die Zeit des Social-Distancing, wo Abstände staatlich vorgeschrieben und Begegnungen teils untersagt wurden. Die einen fühlen sich eingeschränkt, andere entdecken neue Freiheiten. Aktuell zeigt sich, dass wir Menschen soziale Wesen sind und nicht für die Isolation geschaffen. Viele haben die soziale Auszeit aber auch als angenehm erlebt. Für das Alltägliche und Selbstverständliche gibt es plötzlich ein neues Bewusstsein. Beziehungen wurden nach dem Lockdown teils ganz unterschiedlich auf die Probe gestellt. Abhängigkeiten, Synergien, Strukturen und allgemeines Verhalten in Beziehungen wurden sichtbar.

Lehrgang Spirituelle Theologie im interreligiösen Prozess

Beatrice Fischli hat im Sommer 2020 den Universitätslehrgang „Spirituelle Theologie im interreligiösen Prozess“ mit dem Master abgeschlossen. Die Reiseleiterin hat viele Jahre im Ausland gelebt und gearbeitet und ist so in Kontakt mit verschiedenen Religionen gekommen. Um diese Kenntnisse zu vertiefen und ein besseres Verständnis dafür zu bekommen, hat sie sich für diese Weiterbildung entschieden.

 

Impuls von Pascal Meyer SJ

Viele Menschen sehnen sich nach der mehrmonatigen Quarantänezeit nach der «alten Normalität». Dieser Wunsch nach Ordnung ist wohl ein menschliches Bedürfnis. Aber wie war das genau mit der «Normalität»?

Ein Gespräch mit Niklaus Brantschen

«Wie kann ich das Neue, Junge, Frische, Hoffnungsvolle in mir als altem Mann pflegen, so dass es ansteckend wird? Ich bin alt, unsere Gesellschaft wird immer älter. Und doch, es ist etwas in uns, dass älter ist als alle Zeit und jünger als der Tag.», sagt Niklaus Brantschen im Interview.

Gedanken zum Wandel nach Corona von Kursleiter Lorenz Ruckstuhl

Der Lockdown und die damit verbundene Entschleunigung haben meiner Seele und meinem Körper gut getan: Alle Weiterbildungen, Inputs und auch der Auszeit-Kurs im Mai wurden abgesagt und ich hatte damit zwar weniger Geld, dafür meine eigene Auszeit. Zeit, die ich vor allem in der nahen Natur verbracht habe. Dabei wurde mir einmal mehr bewusst, was für ein Glück ich, wir, hier in der Schweiz haben. So viel Sicherheit, Reichtum, intakte Natur … und persönlich dazu ein Umfeld mit betagten Eltern, das bisher vor Corona verschont geblieben ist.

«Dass ich mich in die Arbeit flüchtete, mich verausgabte, mich nicht mehr entfalten konnte und im «Funktionsmodus» unterwegs war, bemerkte ich zu einem gewissen Grad schon länger. Die hohe Sinnhaftigkeit meiner Arbeit im Spital liess mich jedoch ausharren. Dass ich mich dabei zunehmend selbst verlor, war mir nicht bewusst. Mein Leben wurde kleiner und enger, für Wünsche und Sehnsüchte war kaum noch Platz.»

 

Andreas Grütter nahm sich im Sommer 2019 eine Auszeit – neun Tage, die auch nach einem Jahr immer noch nachwirken und sein (Arbeits-)Leben positiv verändert haben.

Exerzitien im Lassalle-Haus

Im Rahmen des Weiterbildungsprogramms für reformierte Pfarrer*innen habe ich mich für Exerzitien im Lassalle Haus angemeldet. Exerzitien habe ich noch nie gemacht. Deshalb weiss ich auch nicht genau, was auf mich zukommen wird. Mit dem Einladungsschreiben erhalte ich erste Informationen. Ein Tagebuch, eine Bibel und wetterfeste Kleidung soll ich einpacken. Zudem wird empfohlen, das Natel während der Exerzitien komplett abzustellen und keine Literatur mitzunehmen.