via contemplativa und die via integralis
Die via contemplativa vermittelt christliche Kontemplation und schöpft aus den Quellen von ost- und westkirchlicher Tradition. Die Praxis der Wüstenväter, das hesychastische Jesusgebet (Russischer Pilger), die kontemplativen Wege des Mittelalters (Meister Eckhart, Wolke des Nichtwissens) und die spanische Mystik (Francisco de Osuna, Teresa von Avila, Johannes vom Kreuz) sind dabei die massgeblichen Orientierungspunkte. Das Ziel ist die Einübung in das Herzensgebet und in eine kontemplative Lebenshaltung. Franz Jalics SJ hat mit seinen kontemplativen Exerzitien die Übungsweise der via contemplativa wesentlich inspiriert.
Elemente: Alle Kurse mit praktischen Hinführungen, geistlichen Impulsen, Begleitgesprächen, durchgehendem Schweigen, Gottesdienst.
Via integralis lehrt eine Kontemplationsform ohne Gedanken, Worte und Bilder und verdankt sich damit der Tradition des Zen. Gleichzeitig vermittelt sie den ebenso reichen wie verborgenen Schatz christlicher Mystik, namentlich der deutschen und spanischen. Sie pflegt die «Zweisprachigkeit», um das je eigene der beiden spirituellen Wege sichtbar zu machen und authentisch weiterzugeben. Die via integralis gehört zur Glassman-Lassalle-Gruppe, steht in enger Verbindung mit der Zen-Sangha und wurde begründet von Pia Gyger und Niklaus Brantschen. Ausbildung und Kurse werden in Kooperation mit dem Katharinawerk durchgeführt.

